Sexy Klassik? Hier der Beweis

Bei klassischer Musik denkt man an alte Männer mit weissen Perücken wie Beethoven oder Mozart, nicht an hübsche Frauen im kurzen Kleid. Ruth Maria Rossel zeigt, dass es anders geht.
Das Cello gilt als DAS klassische Instrument in der Musik – aus edlem Holz gebaut, mit dem Bogen gespielt, glänzend, früher der « Bildungsschicht » vorenthalten. Doch es hat auch die Rundungen des weiblichen Körpers, was es irgendwie erotisch macht. Und wenn es dann noch von einer hübschen Frau gespielt wird, die’s drauf hat, hat man Lust, weiterzuhören, denn „Das Cello von Ruth Maria Rossel schwingt, swingt und singt, es weint, lacht und tanzt – kurz, es lebt.“  erkannte schon Oliver Hochkeppel von der Süddeutschen Zeitung, der sie bereits mehrfach erlebt hat. Doch nicht nur ihre Musik unterscheidet sich von dem, was man sonst so bei « Cello » im Kopf hat: Ruth ist jung, sexy und selbstbewusst. « Unsere ganze Familie liebt die Musik, sie hat in meinem Leben immer eine grosse Rolle gespielt ». Die Karriere als Musikerin war vorprogrammiert : Nach Jahren als Frühstudentin am Augsburger Leopold-Mozart-Zentrum folgte ein höchst erfolgreiches, von Stipendien des Österreichischen Akademischen Austauschdienstes und der Internationalen Sommerakademie Salzburg begleitetes Studium an den Musikhochschulen Würzburg und Stuttgart sowie am Salzburger Mozarteum, wo sie auch als Magistra Artium abschloss. Daraufhin folgten viele Touren mit ihrer Schwester Angela im Duo, im Trio mit Percussion, zwei gemeinsame Alben, ein Soloalbum 2016.

Die ideale Kombination : Cello und Loop
Für ihr neues Projekt hat sich Ruth Maria Rossel einen starken Partner gesucht: Mit ihrem Loop hebt sie die Cellomusik auf ganz neue Ebenen: « Das Cello ist nicht nur ein sich selbst genügendes Instrument, es kann auch ein ganzes Streichorchester ersetzen », sagt Ruth Maria Rossel wenn sie gefragt wird, warum sie den Loop immer häufiger zum Einsatz bringt. Auf der Bühne bedeutet das, gleichzeitig Melodie- und Begleitstimme(n) zu sein, allein eine ganze Band abdecken zu können, mit Klopfen auf den Körper des Cellos einen Percussionrhythmus zu erzeugen und zur Komposition hinzuzufügen und weitere überraschende Effekte realisieren zu können.«Ich spiele Solo, kann aber trotzdem ein vielstimmiges Klangerlebnis erschaffen. », resümiert die Musikerin. Sie bedient den Loop dabei mit den Füssen : « Man hat nämlich beim Cello spielen so eine schlechte Sicht drauf, dass die Tasten barfuß am besten fühlbar sind ».
Was dabei rauskommt, kann man sowohl live, als auch auf Video bewundern. Momentan spielt Ruth Maria Rossel außerdem eine neue Solo-CD ein, die demnächst veröffentlicht wird. Der Releasetermin ist am 10. November in Augsburger Abraxastheater. Man kann sich also auf ein neues Klangerlebnis und einen Augenschmaus freuen!